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Erwerbsbeteiligung, Armut und Sozialpolitik

In Arbeitsgesellschaften gilt Erwerbsarbeit als Schlüssel für soziale Teilhabe. Gleichzeitig sind Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung, geringe Einkommen oder beschränkte Erwerbsbeteiligung typische Risiken. Sie stellen besondere Herausforderungen an die Betroffenen und können sich mit weiteren individuellen und strukturellen Risiken zu kritischen Lebenslagen, ungleicher Chancenverteilung und sozialen Ausschlüssen verbinden. Erwerbsrisiken bilden damit einen wesentlichen Treiber wirtschaftlicher und sozialer Ungleichheit und können zur Entstehung von Armut und zur Gefährdung des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitragen. Dies erfordert wohlfahrtsstaatliche Interventionen wie auch wissenschaftliche Beobachtung und Evaluation.

Das IAB untersucht vor diesem Hintergrund die Entwicklung von Lebenslagen, Lebenszusammenhängen, Lebensverläufen, Teilhabechancen und -risiken. Dabei werden zentrale ungleichheitsrelevante Merkmale von Personen, wie Geschlecht, Bildung und Beruf, soziale Herkunft und Alter, im jeweiligen Haushalts und Familienzusammenhang berücksichtigt.

Im Grundsicherungsbezug können die Übergänge aus Schule in Ausbildung oder in den Beruf besondere Hürden darstellen und langfristig negative Folgen für den Erwerbsverlauf mit sich bringen. Projekte zur Situation von Jugendlichen im SGB II sind damit ebenso wie Analysen zum Einfluss der (Berufs-)Ausbildung auf Erwerbs- und Armutsrisiken wichtige Bestandteile. Ein weiterer Fokus liegt auf Interaktionen im Grundsicherungsbezug, beispielsweise der Beratung und Vermittlung in Jobcentern, auf der Deutung und Wahrnehmung, praktischen Umsetzung, Effizienz und Effektivität von sozialpolitischen Interventionen sowie deren Wirkungen auf Lebensläufe, Verteilungsrelationen und soziale Schichtung, auf die Erwerbsbeteiligung und auf wirtschaftliche, soziale und kulturelle Teilhabe.

Alle Artikel zu: Erwerbsbeteiligung, Armut und Sozialpolitik

Eine Hand dreht den ersten Würfel einer Würfelreihe mit Buchstaben und ändert so das Wort "Vollzeit" in "Teilzeit" oder umgekehrt.
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16. Oktober 2023 | Arbeitsmarktpolitik

Die gesetzliche Brückenteilzeit wird eher zurückhaltend genutzt

Christian Hohendanner, Susanne Wanger

Teilzeitarbeit ist in Deutschland weit verbreitet. Um das Risiko einer Teilzeitfalle zu verringern und die starre Trennung zwischen Voll- und Teilzeit abzubauen, wurde... Weiterlesen

Zwei Menschen drehen an Zahnrädern, die auf einem Tisch liegen
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28. September 2023 | Berufliche Teilhabe und Inklusion

Mehr Teilhabe durch geförderte Beschäftigung? Die Perspektive der Geförderten

Miriam Raab

Ziel des Teilhabechancengesetzes ist es, neben der Integration langzeitarbeitsloser Leistungsbeziehender in den Arbeitsmarkt auch deren sozialen Teilhabe durch eine geförderte Beschäftigung zu verbessern.... Weiterlesen

Junge Frau mit Kleinkind auf dem Arm
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26. September 2023 | Arbeitsmarktpolitik

Teilhabechancengesetz: Warum die Zuweisungspraxis in den Jobcentern Frauen benachteiligt

Kathrin Englert, Claudia Globisch, Peter Kupka

Wie bei früheren Programmen der Beschäftigungsförderung zeigt sich auch beim Teilhabechancengesetz eine geschlechtsspezifisch ungleiche Beteiligung. Die Gründe dafür liegen auf allen Ebenen, die... Weiterlesen

Junge Frau hält sich die Hände an die Schläfen
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25. September 2023 | Betriebliche Arbeitswelt

Jobunsicherheit: Frauen fühlen sich durch Befristungen deutlich stärker belastet als Männer

Nils Teichler, Brigitte Schels

Jobunsicherheit und befristete Beschäftigung im Speziellen gehen für Erwerbstätige mit spürbaren Sorgen um den Arbeitsplatz einher und mindern die Lebenszufriedenheit. Allerdings machen sich... Weiterlesen

Ein Mann hält ein blaues und ein rotes Paragraphsymbol in seinen Händen.
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20. September 2023 | Berufliche Teilhabe und Inklusion

Teilhabechancengesetz: Das Förderinstrument „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ erreicht eine wesentlich arbeitsmarktfernere Klientel als der Eingliederungszuschuss

Stefan Tübbicke

Der Lohnkostenzuschuss „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ beinhaltet eine deutlich höhere und längere finanzielle Förderung von Betrieben, die Langzeitarbeitslose einstellen, als der Eingliederungszuschuss. In den... Weiterlesen

Nahaufnahme eines Händedrucks zwischen Arbeitern
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11. September 2023 | Berufliche Teilhabe und Inklusion

Wie gestaltet sich die Erwerbsintegration im Rahmen des Teilhabechancengesetzes? Einschätzungen aus Sicht der Geförderten

Miriam Raab, Markus Promberger

Das Teilhabechancengesetz hat die Stärkung der sozialen Teilhabe und die Arbeitsmarktintegration von langzeitarbeitslosen Leistungsbeziehenden zum Ziel. Hierzu werden entsprechende Beschäftigungsverhältnisse staatlich gefördert. Ob... Weiterlesen

Zehn Personen, die sich in Alter, Geschlecht und Ethnie unterscheiden, stehen mit dem Rücken zum Betrachter in einem modernen Gebäude vor einer Glasfront.
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11. September 2023 | Berufliche Teilhabe und Inklusion

Teilhabechancengesetz: Die Biografien und Lebenssituationen der Geförderten unterscheiden sich

Markus Promberger, Miriam Raab

Über die Lohnkostenzuschüsse des Teilhabechancengesetzes wird die Beschäftigung von langzeitarbeitslosen Leistungsbeziehenden gefördert. Eine Clusteranalyse und biografische Fallstudien zeigen nun: Die geförderten Personen unterscheiden... Weiterlesen

Portrait Matthew Desmond
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30. August 2023 | Erwerbsbeteiligung, Armut und Sozialpolitik

„Zwangsräumungen führen zu Armut“: Der Soziologe Matthew Desmond über die dramatische Situation auf dem amerikanischen Wohnungsmarkt

Christine Vigeant

Matthew Desmond, Professor für Soziologie an der Princeton University, gewährt in einem Interview für das IAB-Forum Einblicke in die hoch prekäre Situation vieler... Weiterlesen

Drei große rote Buchstaben bilden das Wort Job, wobei das O durch eine Stopuhr ersetzt ist.
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4. Juli 2023 | Arbeitsmarktpolitik

Teilhabechancengesetz: Männer in geförderter Beschäftigung arbeiten im Schnitt fünf Wochenstunden mehr als Frauen

Mustafa Coban, Martin Friedrich

Männer, die über das Instrument „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ gefördert werden, haben deutlich höhere wöchentliche Arbeitszeiten als geförderte Frauen – und erzielen entsprechend höhere... Weiterlesen