Internationale und regionale Arbeitsmärkte
Räumliche Disparitäten spielen für Arbeitsmärkte und ihre Veränderungen auf unterschiedlichen Ebenen eine Rolle: regional, national und international. Diese Dimensionen sind die zentralen Ebenen, auf denen Arbeitsmarktpolitik gestaltet und dezentral durch die Bundesagentur für Arbeit umgesetzt wird.
Neben der Mobilität von Gütern und Kapital beeinflusst die Migration zunehmend die Arbeitsmärkte in Deutschland und Europa. Das gilt gleichermaßen für die Mobilität innerhalb des Europäischen Binnenmarkts wie auch für die Migration aus Drittstaaten. Damit verbinden sich große Chancen für die Arbeitsmärkte, aber auch neue Herausforderungen, etwa bei der Arbeitsmarktintegration und gesellschaftlichen Teilhabe von Geflüchteten. Wichtige Aspekte sind hier unter anderem die Anerkennung von im Ausland erworbenen beruflichen Abschlüssen (und Kompetenzen) sowie die Berufswahl und Beteiligung am Ausbildungsmarkt von Geflüchteten bzw. Migrantinnen und Migranten. Die sich daraus ergebenden Forschungsfragen beantwortet das IAB auf Grundlage eigener Erhebungen wie der IAB-SOEP-Migrationsstichprobe und der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten und von Prozessdaten sowie durch Fallstudien.
Zugleich wachsen im Zuge des aktuellen Strukturwandels durch die Digitalisierung, Automatisierung und Dekarbonisierung die Unterschiede zwischen den Beschäftigungschancen und Löhnen nicht nur bei verschiedenen Gruppen am Arbeitsmarkt, sondern auch in den Regionen. Die Arbeitsmarktintegration von Männern und Frauen etwa fällt nach Herkunftsregion, Familienhintergrund, beruflicher Qualifikation oder Bildung ganz unterschiedlich aus. Diese Entwicklungen haben auch erhebliche Auswirkungen auf regionale Disparitäten in Deutschland und auf Maßnahmen zu ihrem Ausgleich, etwa mit Blick auf Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Regionen, die demografische Entwicklung oder die regionale Verteilung von Betrieben, Branchen und Berufen.
Am IAB werden regionale Disparitäten unter anderem mit georeferenzierten Daten und vergleichend untersucht sowie Prognosen der Entwicklung regionaler Arbeitsmärkte erstellt. Die Analysen des IAB auf kleinräumiger Ebene – etwa zu einzelnen Berufen und zum Ausbildungsmarktgeschehen sowie zur regionalen Mobilität – tragen zu einem vertieften Verständnis der Prozesse auf den Arbeitsmärkten in den Regionen Deutschlands bei und erlauben es gleichzeitig, Erkenntnisse zu gewinnen, die für die Erklärung gesamtwirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenhänge von Bedeutung sind.
Alle Artikel zu: Internationale und regionale Arbeitsmärkte

26. September 2019 | Internationale und regionale Arbeitsmärkte
Regionale Arbeitsmarktprognosen (Stand: Herbst 2019)
Anja Rossen, Duncan Roth, Rüdiger Wapler, Marco Weißler, Antje Weyh
Die Beschäftigung wird auch im Jahr 2020 voraussichtlich weiter wachsen, wenn auch mit einer deutlich geringeren Wachstumsrate als zuletzt. Wie in den Vorjahren... Weiterlesen

4. September 2019 | Internationale und regionale Arbeitsmärkte
Wächst die Kluft zwischen den Regionen?
Uwe Blien, Van Phan thi Hong, Ludwig von Auer, Sebastian Weinand
Die Unterschiede zwischen den regionalen Arbeitsmärkten sind nach wie vor erheblich – zwischen Stadt und Land ebenso wie zwischen Ost und West oder... Weiterlesen

15. August 2019 | Betriebliche Arbeitswelt
IAB-Stellenerhebung 2/2019: Hohe Personalnachfrage stützt den Arbeitsmarkt
Alexander Kubis
... Weiterlesen

19. Juli 2019 | Betriebliche Arbeitswelt
Geschlechtsspezifische Lohngefälle in Europa: Was können wir aus Linked-Employer-Employee-Daten lernen? Ein Workshopbericht
Alex Bryson, John Forth
Der Bericht fasst die Ergebnisse des Workshops "The gender wage gap in Europe: What can we learn from linked employer-employee data?" zusammen.... Weiterlesen

12. Juni 2019 | Arbeitsmarkt im Strukturwandel
Immer mehr befristet Beschäftigte werden übernommen
Christian Hohendanner
Die anhaltend hohe Zahl der befristet Beschäftigten ist ein Anzeichen für die robuste Verfassung des deutschen Arbeitsmarktes. Befristete Arbeitsverträge werden häufig als verlängerte... Weiterlesen

7. Juni 2019 | Internationale und regionale Arbeitsmärkte
Sichert Protektionismus Arbeitsplätze?
Ignat Stepanok
In der politischen Debatte wird häufig suggeriert, das Handelsprotektionismus Arbeitsplätze im Inland erhalten oder sogar schaffen könnte. Die Weltwirtschaft funktioniert jedoch nicht so... Weiterlesen

22. Mai 2019 | Betriebliche Arbeitswelt
Ist die Erosion der betrieblichen Mitbestimmung gestoppt?
Peter Ellguth
Die Entwicklung der betrieblichen Mitbestimmung zeigt keinen klaren Trend. Leichte Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr mögen nur eine Verschnaufpause in der Abwärtsbewegung markieren,... Weiterlesen

22. Mai 2019 | Betriebliche Arbeitswelt
Tarifbindung: Weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland
Susanne Kohaut
... Weiterlesen

16. Mai 2019 | Arbeitsmarktpolitik
IAB-Stellenerhebung 1/2019: Weiterhin hoher Bestand an offenen Stellen
Alexander Kubis
Im ersten Quartal 2019 gab es bundesweit rund 1,38 Millionen offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Gegenüber dem vierten Quartal 2018 verringerte sich... Weiterlesen
