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4. Januar 2019 | Gesamtwirtschaft

Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage – Dezember 2018

Beitragbild zum Artikel "Einschätzung des IAB zur wirtschaftlichen Lage"

Außenwirtschaftliches Umfeld

Die Weltwirtschaft wächst, verliert aber weiter an Dynamik. Sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage, als auch die Erwartungen verschlechtern sich. Die Abkühlung im Euroraum resultiert unter anderem aus den politischen Unsicherheiten, die sich aus der verstärkten Einführung von Zöllen im internationalen Handel, dem erwarteten Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU und der italienischen Haushaltspolitik ergeben.

Exporte

Infolgedessen sind die Exporterwartungen deutscher Unternehmen am aktuellen Rand deutlich zurückgegangen. Daher ist nach dem Einbruch der Exporte im dritten Quartal im vierten Quartal 2018 lediglich mit einem moderaten Anstieg der Ausfuhren zu rechnen. Im Oktober nahmen die Exporte um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat zu, die Importe wie zuletzt üblich stärker um 1,3 Prozent.

Investitionen

Die hohe Kapazitätsauslastung und die günstigen Finanzierungsbedingungen wirken positiv auf die Investitionen. Die Ausrüstungsinvestitionen nahmen im dritten Quartal um 0,8 Prozent, die Bauinvestitionen um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. In den nächsten Monaten ist hier mit keiner Trendänderung zu rechnen. Die Auftragseingänge der Investitionsgüterproduzenten konnten im Oktober zulegen.

Konsum

Der private Konsum ist im dritten Quartal um 0,3 Prozent gefallen, der Staatskonsum um 0,2 Prozent gestiegen. Die realen Verdienste waren soagr um 1,5 Prozent höher als im Vorquartal. Auch die Einkommenserwartungen der privaten Haushalte haben zuletzt zugenommen. Die Verbraucherstimmung bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau, und auch der Arbeitsmarkt entwickelt sich sehr gut. Nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass die Produktionseinschränkungen in der Kfz-Branche überwunden sein dürften, ist im vierten Quartal nicht mit einem erneuten Rückgang des privaten Konsums zu rechnen. Die gute konjunkturelle Lage eröffnet zudem finanzielle Spielräume beim Staatskonsum.

Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt zeigt sich auch zum Jahresende robust. Wie bereits im Jahresverlauf, geht auch zum Jahresende die Arbeitslosigkeit zurück. Dies betrifft allerdings nur die Grundsicherung, in der Arbeitslosenversicherung stagniert die Entwicklung. Die Beschäftigung nimmt konstant zu, insbesondere im sozialversicherungspflichtigen Bereich. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist im Dezember leicht gefallen, verharrt aber dennoch auf sehr hohem Niveau, so dass auch im nächsten Jahr eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt zu erwarten ist.  

Diese Publikation ist unter folgender Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht: Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0):

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

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